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Ein herrlicher Schlepptag im August auf Deutschherrenfeld

Mehr über die Flüge findet ihr unter dem Stromberg-Heuchelberg Cup


Stimmen zum 2. August:

... von Reiner Kunz:

Am Sonntag war ein erstaunlicher Tag. Erstaunlich, dass jeder der gestartet ist gleich hoch gestiegen ist. Erstaunlich, dass zuerst bei Westwind gestartet wurde. Erstaunlich, dass ich als letzter von Ost nach West gestartet bin, in einer sehr kurzen Phase mit null Wind obwohl schon  Rückenwind am Startplatz war. Dann ging es in kurzer Zeit zu den schon oben kreisenden Bernd und Bernhard hoch. Gleichzeitig unter der Wolke angekommen ging es los. 
Ich war mehr auf Richtung Westen eingestellt. Bernd hat sich gleich nach Nordwest gehalten. Hinter Eppingen waren wir noch zusammen. Dort musste ich dann zusehen wie Bernhard den Anschluss verlor und immer tiefer gesunken ist. Bernd hatte ich plötzlich aus den Augen verloren. 
Also alleine weiter gen Westen. Hoch vorbei an Oberacker geht's in Richtung Rheinebene. Dann, in wenig Höhe bei Linkenheim einen Nullschieber erwischt und darin festgebissen kann ich mich eine Weile halten und ganz langsam wieder Höhe gewinnen. Irgendwann dann der Entschluss: jetzt geht's weiter und dann auch über den Rhein. Von da an geht's in einer Zitterpartie mit wenig Höhe weiter gen Westen bis irgendwann ein Bart mit 4 - 7 m/s mich auf über die 2000er Marke hoch katapultiert. Freie Sicht bis zum Atlantik. Von dort im geht's im Gleitflug bis an den Pfälzer Wald. An einer Burg versuche ich wieder Höhe zu machen, klappt aber leider nicht. Auf Höhe der Burgmauer herunter gekommen winke ich den Leuten noch mal zu und fliege etwas zurück in die Ebene zu einem abgeernteten Feld. Die letzte Chance weiter zu kommen. Es klappt. Nun in den Pfälzer Wald hinein. Entweder nach nach Westen weiter bis zur B10, dann lange kein landbares Gelände oder nach Südwesten mit der Chance über Dahn noch weiter in Richtung Westen voran zu kommen. Die Entscheidung nach Südwesten zu fliegen war zwar falsch, weil ich dann keinen Aufwind mehr gefunden habe, aber dennoch, es war ein grandioser Flug. 
Schirm eingepackt, an die Straße gestellt (ca. 3 km vom nächsten Ort entfernt), Daumen heraus und nach ca. 5 Minuten hält schon ein Auto und nimmt mich mit zum Bahnhof nach Landau. Großen Dank an den Autofahrer. 3 Stunden später war ich zu hause. 
Das Gefühl einen tollen Flug gehabt zu haben hält noch lange an.

Das wird sicher Gesprächsstoff am nächsten Stammtisch. 
Nachher hat sich herausgestellt, dass Thomas Eisel fast die gleiche Strecke genommen hatte, nur hat er einen Zug später nehmen müssen.

 ...von Fred:

Es gibt Tage, da läufts halt: erster Schlepp, über 1800m, über 30km geflogen, an der S-Bahn gelandet , eine Stunde später in Stetten, Freibier beim Modelflugtag,
wie gesagt, wenns läuft dann läufts

...Tobi:

Was für ein Tag, alle davongeflogen, Geile-Basis Höhe. Am Ende des Fluges wegen des schwachen Windes noch überlegt ein Dreieck anzusetzen. Dann Fred entdeckt und schließlich neben ihm gelandet. Direkt an die S4 Haltestelle, noch schnell ein kaltes Landebier beim Döner geholt, Rückfahrauto in Stetten benutzt und wieder für die nächsten hingestellt, Abschluß beim Modellflieger-Fest,.. Perfekt!

... Sven Q.

bei mir war's am Sonntag zwar nur ein "kleiner Hüpfer", aber für mich einfach der Oberhammer.
Es war schon ca. 15.00 Uhr als ich am DHF an kam, eigentlich hätte ich an dem Nachmittag packen müssen, da wir am Montag in Richtung Kroatien aufbrechen wollten. Als ich jedoch Schirme über Eppingen fliegen sah, musste ich einfach los.
Also gesagt getan... 
Dort angekommen stellte ich fest, dass kaum noch jemand da war, die meisten waren bereits auf Strecke.
Ich hatte meine Sohn Luca dabei und sagte ihm noch, das ich gleich wieder komme falls ich nicht direkt am Startplatz wieder einlande. 
Für ihn ein Traum, denn dann kann er solange mit dem Quad mitfahren und Seile holen.
Tja, was soll ich sagen... nach einer Runde Quad fahren war ich schon an der Reihe und ehe ich mich versah war ich 1000m über Grund. Mein Plan war es, zunächst einmal Kreuz und quer ums DHF zu fliegen um ein wenig die Landschaft zu erkunden und bissel in der Thermik zu spielen. Länger als ein paar Minuten konnte ich mich dort seither noch nie halten, ans wegfliegen war garnicht zu denken. Schon öfter hab ich mal dran gedacht wie geil es mal wär daheim zu landen, bis Eppingen sollte ja nocht sooo schwierig sein. Geklappt hats aber seither nie. 
Als dann über Niederhofen allerdings die1500 Marke deutlich überschritten war, konnte ich ja quasi schon nach Eppingen spucken und dachte mir scheiß drauf, Luca ist bei den Vereiskollegen gut aufgehoben- ich flieg heim!
Und so wars dann ein extremst geiles Gefühl, daheim, einfach mal so aufm Nachbaracker zu landen. 
Danach hab ich mich dann gefragt, warum ich nicht einfach  wieder zurück geflogen bin? Ganz ehrlich, Keine Ahnung, wäre wahrscheinlich locker drin gewesen, aber daran hab ich in dem Moment garnicht gedacht, vor lauter "ich will zu Hause landen".
Jedenfalls wars für mich ein absulot geiles Gefühl, einfach mal über den nächsten Hügel weg zu fliegen und es war einfacher als gedacht.
GEIL. SEHR, SEHR GEIL!!